Verbandsklasse (6): Attendorn 1 - Wiehl I

Martin, Jürgen, Erwin und Tobias konnten gewinnen, Andreas und Mike spielten Remis. Mathias und Vossi mussten leider ihre Partien aufgeben. Damit liegen die Wiehler mit nun 8 Mannschaftspunkten auf einem vorderen Mittelfeldplatz und sollten mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.

Dahlmann - Wagner 0:1 - Weiß opfert ein Springer auf e6 und verliert 22. ... fxe6 23.Dxe6+ Df7 24.Lxd5 Lxd5 25.Dxc8 Dxf2+ 26.Kh1 Dxg2#    0–1
Dahlmann - Wagner 0:1 - Weiß opfert ein Springer auf e6 und verliert 22. ... fxe6 23.Dxe6+ Df7 24.Lxd5 Lxd5 25.Dxc8 Dxf2+ 26.Kh1 Dxg2# 0–1

Nach ca. 1h Spielzeit konnte Mathias Milde mit einem Damenschach einen wichtigen Zentrumsbauern gewinnen, was nach dem folgenden Damentausch dazu führte, dass nach mehr als 10 Zügen die verbliebenen weißen Figuren alle auf den Reihen 1-3 und die schwarzen auf den Reihen 6-8 postiert waren. Keine einzige Figur befand sich auf den zentralen Reihen. Mathias hatte einen Bauern mehr. Leider verlor Mathias dann im Laufe der Partie irgendwie den Faden. Er gewann zwar noch weiteres Material und hatte zwischenzeitlich eine Figur für einen Bauern mehr, aber die eigenen Figuren fanden keine sicheren Felder und durch ein Übersehen ging die Mehrfigur ersatzlos wieder verloren. Das entstandene Endspiel mit Minusbauer konnte noch längere Zeit gehalten werden, als aber alle Figuren getauscht waren konnte im Bauernendspiel die Niederlage nicht mehr verhindert werden. 

Ungefähr zur gleichen Zeit konnte dann aber unser Ersatzspieler Tobias die lange Zeit ausgeglichene Partie für sich entscheiden. Sein Gegner hielt lange mit, überreizte dann aber seine Stellung und entschied sich für ein verlockendes – aber unkorrektes Figurenopfer. Die angedachte Kombination hatte ein Loch groß wie ein Haus – es passte ein ganzes Matt hinein ;-). Damit konnten wir zum 1:1 ausgleichen.

Tobias bei der Partieanalyse
Tobias bei der Partieanalyse

Jürgen Hein und Martin Mauelshagen hatten zu dieser Zeit beide leichten Vorteil in ihren Partien, Andreas Straßner ein Remis verdächtiges Endspiel und Mike Gottas eine sehr unklare Stellung, in der ihm Remis angeboten wurde. Erwin Roth hatte einen Bauern mehr, dafür aber mit seiner offenen Königsstellung zu kämpfen und Volker Margenberg war in einen starken Angriff geraten. Andreas musste schließlich im Turmendspiel ins Remis einwilligen. Er stand die ganze Partie über leicht besser ohne jedoch einen Weg zu nennenswertem Vorteil zu finden – falls es überhaupt einen gab. 

Kubiak - Hein 0:1 - Weiß hat auf f7 einen Springer geopfert. Aber die schwarze Stellung hält. 22. ... Kg8 23.Sxe6 Sxe6 24.Dxf5 Kh8 25.Tce1 Sd4 26.Dg6 Txe1 27.Txe1 Df5 28.Te8+ Txe8 29.Dxe8+ Df8 30.Dg6 Sf3+ 31.Kh1 Se5 32.De4 c6 33.Le6 Df1+ 0–1
Kubiak - Hein 0:1 - Weiß hat auf f7 einen Springer geopfert. Aber die schwarze Stellung hält. 22. ... Kg8 23.Sxe6 Sxe6 24.Dxf5 Kh8 25.Tce1 Sd4 26.Dg6 Txe1 27.Txe1 Df5 28.Te8+ Txe8 29.Dxe8+ Df8 30.Dg6 Sf3+ 31.Kh1 Se5 32.De4 c6 33.Le6 Df1+ 0–1

Jürgen’s Gegner ließ sich dann auch zu einem verlockenden Opfer hinreißen, ohne jedoch die Korrektheit nachweisen zu können. Die Dame / Turm / Läufer-Batterie sah vielversprechend aus, jedoch ließ sich Jürgen nicht aus der Ruhe bringen und konnte sich durch Turmtausch und eigenes aktives Spiel Entlastung verschaffen. Die Partie wurde schließlich durch eine Mattdrohung entschieden, die nicht mehr abzuwenden war.

 

Parallel dazu nahm Mike in sehr unklarer bis verdächtiger Stellung das Remisangebot seines Gegners an. Wie die nachträgliche Analyse zeigte hätte er mit mehreren zwingenden Zügen Vorteil erzielen können. Mit dem kleinsten Fehltritt hätte Mike aber die Partie riskiert. Mit ein wenig „hoffen” auf die noch laufenden Partien von Volker, Erwin und Martin war es die richtige Entscheidung das sichere Unentschieden einzusammeln. Zwischenstand nach 5 Partien somit 3:2 für Wiehl.

Mauelshagen - Springob 1:0 - Weiß vor dem Qualitätsgewinn 33. ... Txb8 34.Txb8+ Kh7 35.Lxc7 Dxc7 36.f4 De7 37.Da3 Dh4 38.Dc1 Dh5 39.Tc8 De2 40.Txc6 1–0
Mauelshagen - Springob 1:0 - Weiß vor dem Qualitätsgewinn 33. ... Txb8 34.Txb8+ Kh7 35.Lxc7 Dxc7 36.f4 De7 37.Da3 Dh4 38.Dc1 Dh5 39.Tc8 De2 40.Txc6 1–0

Martin konnte – nach langem manövrieren – leichte Vorteile sammeln, der Damenflügel wurde geöffnet, die weißen Türme besetzten die Linien und die Dame wurde aktiv. Der Gegner beschränkte sich auf reine Verteidigung, doch nach einer Ungenauigkeit konnte Martin’s Dame zusammen mit den Türmen und dem nun auch aktiv eingreifenden Läufer eine Qualität gewinnen. Den „technischen” Teil absolvierte Martin dann ohne Schwierigkeiten und sammelte erst einen weiteren Bauern ein und dann den ganzen Punkt.

 

 

Roth - Hesener 1:0 (Endstellung)
Roth - Hesener 1:0 (Endstellung)

Mitten in diese Phase der „technischen” Gewinnführung platze dann die Nachricht von Erwin’s Sieg. Sehr souverän umschiffte er im Doppelturm + Springer Endspiel alle Klippen und gewann schließlich – schon mit Materialvorteil – durch eine hübsche Springergabel den ganzen Punkt. Eine tolle Leistung!

 

 

„Vossi” Margenberg quälte sich fast die gesamte Partie mit dem gegnerischen Angriff herum, konnte sich jedoch allmählich befreien und durch Figurentausch Entlastung verschaffen. Zwischendurch sammelte er noch „en passant” einen Bauern ein und liebäugelte in beidseitiger Zeitnot sogar mit dem Sieg. Durch die Nachricht von Erwin’s Sieg und dem sicheren Mannschaftssieg etwas von seiner „Last” befreit lehnte er ein gegnerisches Remisangebot ab, um nur 2 Züge später die falsche Fortsetzung zu wählen und eine Turm durch eine Springergabel einzustellen! Ein tragisches Ende bei diesem engen aber sicherlich verdienten Auswärtssieg!